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 Grundlagen der DRG-Codierung

 Die Einführung der DRG in deutschen Krankenhäusern hat für Ärzte und auch für andere medizinische Berufsgruppen konkrete Auswirkungen, weil sie sich meistens ohne umfangreiche Einarbeitungsphase mit dem System beschäftigen müssen.  

Im Folgenden soll daher versucht werden, eine grundlegende Übersicht zum Thema DRG zu geben:  

Allgemeines:  

Bei den DRG handelt es sich um homogene Fallgruppen, die Erkrankungen in Kategorien abbilden. Je nach Organlokalisation und Art der Erkrankung wird ihr ein bestimmter Code zugeteilt ( z.B. „G“ für Verdauungsorgane ).  

Wichtig ist die Definition der Hauptdiagnose: Dabei handelt es sich um „die Diagnose, die nach Analyse als diejenige festgestellt wurde, die hauptsächlich für die Veranlassung des stationären Krankenhausaufenthaltes des Patienten verantwortlich ist.”  

Eine Nebendiagnose ist entweder bereits bei Krankenhausaufnahme vorhanden oder entsteht während des Krankenhausaufenthaltes. Sie darf nur codiert werden, wenn sich aus ihr eine diagnostische oder therapeutische Relevanz ergibt oder wenn durch sie erhöhte Betreuungsmaßnahmen erforderlich sind.

Durch verschiedene Nebendiagnosen werden Patienten mit gleicher Hauptdiagnose in verschiedene Komplexitätsstufen eingeteilt. Daraus ergibt sich der Vorteil des DRG-Systems gegenüber Fallpauschalen: Die ökonomischen Schweregrade desselben Krankheitsbildes werden berücksichtigt.

Je nach Schweregrad der Erkrankung ( der durch Vorhandensein von Nebendiagnosen durch Ärzte dokumentiert und codiert wird ) ergibt sich ein unterschiedlich hoher Erlös für den konkreten Patientenfall. Das bedeutet konkret: Nur wenn alle Erkrankungen codiert werden, wird ein maximaler Profit erzielt; werden bestimmte Erkrankungen übersehen, führt dies zu unmittelbaren finanziellen Einbußen! Dabei ist allerdings immer zu berücksichtigen, dass nur Nebendiagnosen codiert werden, die eine Relevanz für die medizinische Versorgung (s.o.) besitzen!  

Übersicht über die häufigen Abkürzungen:  

MDC             = Hauptdiagnose ( A-Z; 9 ) Orientierung an Organsystemen

DRG              = Behandlungsfallgruppe

CC                = Komorbidität/Komplikation

CCL               = Komorbiditäts-/Komplikationsstufe ( Schweregrad 1-4)

PCCL             = Patientenbezogene klinische Komplexitätsstufe

PRE-MDC        = Sonderfälle ( Transplantationen)

Error-DRG      = Fehler-DRG

Severity weight = Schweregrad

Adjacent DRG    = Basis-DRG

 

Beispiel: DRG G07A: G=MDC; 07=Basis-DRG; A=Schweregrad

 

Lesen Sie weiter Teil 3: Glossar der häufigsten Begriffe im Zusammenhang mit DRG  

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Diese Seite wurde aktualisiert am:

2. Februar 2010

 

 

 

 

 

 

 

 

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